Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Artikel: Im Gespräch mit Marlen: Die Gründerin hinter SAINTE MER

Kaschmir-Schal in Hellblau
Brand

Im Gespräch mit Marlen: Die Gründerin hinter SAINTE MER

SAINTE MER ist inhabergeführt — seit dem ersten Tag. Ein Gespräch mit Gründerin Marlen über den Weg dorthin, über ein einziges Material und darüber, warum sie die Anprobe noch immer selbst macht.

Wie hat SAINTE MER angefangen?

Mit Schals. Ich habe nichts lieber getan, als mir im Winter ein, zwei neue Schals zu kaufen — es ist die leichteste Art, einem guten Mantel, den man schon lange hat, einen neuen Look zu geben. Ein Schal ist für mich im Winter ein treuer Begleiter, wie eine beste Freundin. Also haben wir mit einem großen Kaschmir-Schal begonnen, in ein paar Farben. Daraus wurden dreizehn Farben, dann Mützen, dann Pullover.

Und davor?

Siebzehn Jahre in der internationalen Modewelt — im Einkauf, in der Produktion, im Aufbau von Kollektionen, bei großen Modehäusern und Onlineplattformen. Davor Mode und Management in England. In diesen Jahren habe ich gelernt, wie Kollektionen entstehen und wie sie verkauft werden. Und ich habe gesehen, wo Qualität in der Masse verloren geht: an jeder Stelle, an der jemand eine Abkürzung nimmt.

Warum nur ein Material?

„Wer alles macht, kann nichts richtig gut machen.“ Kaschmir verzeiht keine Abkürzung: Garn, Strickfeinheit, Färbung — an jeder Stelle entscheidet sich, ob ein Stück fünf Winter hält oder einen. Wenn man nur ein Material macht, kennt man jede dieser Stellen. Das ist der Grund, warum es bei uns keine Baumwolle und keine Seide gibt.

Woher kommt das Garn?

Wir beziehen ausschließlich die längsten und feinsten Grade-A-Fasern. Die Herkunft ist dokumentiert und über einen Code nachvollziehbar — vom Ursprung über die Spinnerei bis zum fertigen Stück. Bei manchen Stücken hängt der Anhänger des Garnherstellers direkt am Teil. Ich will das nicht glauben müssen, ich will es nachschlagen können.

Warum jetzt auch Merino mit Kaschmir?

Weil es Stücke gibt, die jeden Tag arbeiten. Ein Rundhals, der zur Jeans, zur Stoffhose und zum Rock geht. Eine Strickhose für zu Hause, das Flugzeug, den Einkauf am Wochenende. Für solche Stücke hält Merino die Form besser und ist strapazierfähiger, der Kaschmiranteil bringt die Weichheit. Und dann wird das Garn gebürstet: Die Faserenden werden aufgeraut, die Oberfläche wird flauschig, wolkig weich. Der Luxus steckt in der Oberfläche. Reines Kaschmir bleibt das Feinste — für den Schal, das Tuch, den leichten Pullover.

Wie entsteht eine Kollektion?

Klein. Wenige Formen, die man Jahr für Jahr trägt, in Farben, die bleiben — Schwarz und Navy haben in siebzehn Jahren Einkauf nie an Bedeutung verloren. Jede Kollektion geht durch meine Hände, von der Garnauswahl bis zur letzten Anprobe. Die Anprobe mache ich selbst, weil man am Körper sieht, was auf dem Papier nicht steht: ob eine Schulter weich am Arm endet oder ihn abschneidet, ob ein Bund hält, ohne einzuschneiden. Eine Strickhose steht und fällt mit dem Bund.

Was trägst du selbst?

Den Argyle-Rundhals — nach siebzehn Jahren im Einkauf ist das der Argyle, den ich selbst am liebsten trage. Die gebürstete Strickjacke in Chocolate, gefühlt jeden Tag: zur Jeans, zur Stoffhose, abends auf dem Sofa. Und diese Saison den Rundhals in Mokka, mit naturfarbener Stoffhose und Loafern.

Was bleibt

15 Jahre Kaschmirexpertise, Firmensitz in der EU, Versand aus dem deutschen Lager. Und die Anprobe, die ich noch immer selbst mache. Ein Teil, das dich über Jahre begleitet, ist die ehrlichste Form von Nachhaltigkeit — daran hat sich seit dem ersten Schal nichts geändert.

Read more

Dreieckstuch in Flanell
Knowledge

Warum Kaschmir besonders hautschonend ist

Feine Fasern und natürliche Temperaturregulierung — was empfindliche Haut an Kaschmir schätzt.

Weiterlesen
Argyle Pullover in Toffee Blush Lipstick, gebürsteter Merino-Kaschmir-Strick in der Nahaufnahme
Knowledge

Woran erkennt man gutes Kaschmir?

Faser, Garn, Strick, Farbe, Pilling, Herkunft — sechs Dinge, die du prüfen kannst, bevor du kaufst.

Weiterlesen