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Artikel: Die große Pflegeanleitung: So bleibt dein Kaschmir jahrelang schön

Kaschmir-Schal in Flanell
Care

Die große Pflegeanleitung: So bleibt dein Kaschmir jahrelang schön

Kaschmir will nicht oft gewaschen werden. Lüften reicht meistens — waschen nur, wenn es wirklich nötig ist. Und wenn, dann so, dass das Stück danach weicher ist als vorher, nicht kleiner.

Wie oft waschen?

Seltener, als du denkst. Kaschmir nimmt Gerüche kaum an und gibt sie über Nacht wieder ab. Ein Tag Lüften zwischen zwei Tragetagen — auf dem Stuhl, nicht auf dem Bügel — ersetzt die meisten Wäschen. Ein Pullover, der unter dem Blazer getragen wird, braucht eine Wäsche pro Saison, ein Schal oft gar keine.

Ein Fleck ist kein Grund für eine ganze Wäsche: sofort mit kaltem Wasser tupfen, nicht reiben.

Waschen — von Hand

Handwäsche in kaltem Wasser mit einem Wollwaschmittel. Das Stück kurz einlegen, sanft drücken, nie reiben oder wringen. Danach klar nachspülen, bis das Wasser sauber bleibt. Das Ganze dauert fünf Minuten, das Einweichen nicht länger als zehn — länger macht die Faser nicht sauberer, nur weicher, und dann verliert sie Form.

Oder in der Maschine?

Geht, mit vier Regeln. Wollprogramm bei höchstens 30 °C. Wollwaschmittel, kein Vollwaschmittel. Trommel nur halb voll, das Stück in einem Wäschenetz oder auf links, und nichts mit Reißverschluss oder Klett dazu. Schleudern niedrig oder aus — 400 Umdrehungen reichen, um das Wasser zu lösen, ohne die Maschen zu ziehen.

Ein Wort zum Waschmittel: Normale Waschmittel enthalten Enzyme, die Eiweiß abbauen. Kaschmir ist eine Eiweißfaser. Wollwaschmittel kommt ohne aus. Und Weichspüler legt sich als Film auf die Faser und nimmt ihr genau den Griff, für den du sie gekauft hast.

Trocknen

Wasser vorsichtig herausdrücken, das Stück in ein Handtuch rollen und liegend trocknen — auf einem trockenen Handtuch, in Form gezogen, Ärmel gerade. Nie auf dem Bügel, nie auf der Heizung, nie im Trockner. Auf dem Bügel zieht das nasse Gewicht die Schultern lang, auf der Heizung wird die Faser spröde. So behält es seine Form. Nach einem Tag ist es trocken.

Bügeln?

Meistens nicht nötig, Falten fallen über Nacht aus. Wenn doch: Dampf von oben, ohne das Eisen aufzulegen. Das richtet die feinen Härchen wieder auf und das Stück sieht aus wie am ersten Tag. Nie heiß und nie mit Druck — die Oberfläche wird sonst glänzend und flach.

Aufbewahren

Gefaltet im Schrank, nicht hängend. Ein Bügel zieht über Wochen Schulterbeulen in jeden Strick, egal wie gut er ist.

Für die Sommerpause: sauber einlagern — Motten gehen auf getragene Stücke, nicht auf gewaschene. In einem Baumwollbeutel mit Zedernholz oder Lavendel. Luftdichte Plastikbeutel machen die Faser spröde, Mottenkugeln riechen bis in den Oktober.

Knitter und Knötchen

Falten fallen über Nacht aus. Knötchen sind bei reinem Kaschmir normal und lassen sich mit einem Kaschmirkamm sanft abnehmen — flach auf den Tisch, in eine Richtung, ohne Druck. Warum Pilling entsteht und wieder nachlässt.

Wenn doch etwas passiert

Ein gezogener Faden: nicht abschneiden und nicht ziehen. Mit einer stumpfen Nadel auf die Innenseite holen und das Gestrick rundherum sanft in Form ziehen. Ein Loch: Stopfen lässt sich an Kaschmir fast unsichtbar machen — mit dem passenden Garn eine Arbeit für zehn Minuten, die das Stück Jahre weiterträgt.

Kurz

  • Lüften statt waschen — ein Tag Pause zwischen zwei Tragetagen
  • Waschen: kalt von Hand oder Wollprogramm 30 °C, Wollwaschmittel, kein Weichspüler
  • Trocknen: im Handtuch rollen, liegend, in Form gezogen
  • Bügeln: nur Dampf von oben
  • Lagern: gefaltet; im Sommer sauber im Baumwollbeutel mit Zedernholz
  • Knötchen: Kaschmirkamm, keine Rasierer

Für die gebürstete Merino-Kaschmir-Linie gilt dasselbe — plus die Option der professionellen Reinigung im Schonprogramm. Die Pflegehinweise stehen auf jeder Produktseite.

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